Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alkohol

Wo ist Vorsicht geboten?
Alkohol wird von vielen Jugendlichen und Erwachsenen konsumiert, von Frauen genauso wie von Männern. Für Kinder ist Alkohol tabu, ebenso sollten Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, auf Alkohol verzichten. Kranken und rekonvaleszenten Personen wird empfohlen, vor dem Konsum von Alkohol mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin Rücksprache nehmen.

Wann ist Alkoholkonsum schädlich?
Ein risikoarmer Konsum bedeutet bei Männern normalerweise maximal zwei Standardgläser pro Tag, bei Frauen ein Standardglas - dieses umfasst entweder ein Gläschen Schnaps, ein Glas Wein oder eine Stange Bier. Bei einem regelmässig höheren Alkoholkonsum können Probleme auftreten. Der Übergang vom Genuss von Alkohol zum problematischen Konsum ist fliessend. Das Risiko, alkoholabhängig zu werden, ist nicht bei allen Personen gleich ausgeprägt.

Was ist Alkoholabhängigkeit?
Alkoholsüchtig oder -abhängig zu sein, heisst, ein zwanghaftes Verlangen nach Alkohol zu haben. Die Beschaffung und der Konsum von Alkohol werden immer stärker zum Lebensmittelpunkt. Fehlt der Alkohol, treten Entzugserscheinungen auf.

Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit sind unter anderem ein starkes Verlangen, Alkohol zu konsumieren, Schwierigkeiten, das Trinken zu kontrollieren, und ein anhaltender Konsum trotz dem Wissen um schädliche Folgen.

Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten im Kanton Zürich?
Im Kanton Zürich gelten folgende Verbote bezüglich Verkauf und kostenloser Weitergabe alkoholischer Getränke:

An unter 18-Jährige dürfen keine Alcopops (Softspirituosen), keine anderen alkoholhaltigen Süssgetränke (Designerdrinks) und keine gebrannten Wasser (Schnäpse, Spirituosen) abgegeben werden.

An unter 16-Jährige dürfen überhaupt keine Alkoholika abgegeben werden, also auch kein Bier, kein Wein, kein saurer Most und keine anderen vergorenen Getränke.

Medikamente

Wo ist Vorsicht geboten?

Es gibt kaum jemanden, der/die noch nie ein Medikament genommen hat. Bedenklich ist aber, dass jede zehnte erwachsene Person in der Schweiz regelmässig Medikamente konsumiert, die süchtig machen können.

Frauen werden doppelt so häufig medikamentensüchtig wie Männer - besonders gefährdet sind Frauen in der zweiten Lebenshälfte.

Wann ist Medikamentenkonsum schädlich?
Problematisch ist vor allem der Konsum von benzodiazepinhaltigen Medikamenten. Die darin enthaltenen Wirkstoffe können bei falschem Einsatz (zu hohe Dosis und/oder zu lange Anwendungsdauer) zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, Muskelschwäche, Benommenheit und Schwindelgefühl führen. Benzodiazepine sind vorwiegend in Schlaf- und Beruhigungsmitteln enthalten.

Was ist Medikamentenabhängigkeit?
Von Medikamenten abhängig zu sein, bedeutet ein zwanghaftes Verlangen nach der Substanz zu haben, von ihr beherrscht zu werden. Stehen die Medikamente nicht mehr zur Verfügung, treten Entzugserscheinungen auf.

Anzeichen einer Medikamentenabhängigkeit sind die Fixierung auf Medikamente, die Vernachlässigung wichtiger Alltagsaktivitäten zu Hause oder im Berufsleben und die Zunahme des Medikamentenkonsums (es wird häufiger zur Substanz gegriffen und/oder die Dosis wird erhöht).

Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten im Kanton Zürich?
Benzodiazepinhaltige Medikamente sind aufgrund ihres erhöhten Suchtpotenzials in der ganzen Schweiz rezeptpflichtig, müssen also ärztlich verschrieben werden. Leider werden diese Arzneimittel zu häufig abgegeben und ohne genau über die möglichen Folgen zu informieren.



Sucht im Alter